Rothenburg 2009
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Am 24. und 25.04.2009 lud die MSG Niesky zu Test- und Einstellfahrten auf dem Flugplatz bei Rothenburg / Sachsen ein. Zielgruppe dieser Verantstaltung waren Motorräder und historische Rennfahrzeuge, aber auch Karts. Bereits vergangenes Jahr waren dort die Kartbauer dabei, ich jedoch nicht. Nachdem aber alle Teilnehmer aus dem Kreis der Kartbaue von der Veranstaltung positiv berichtet hatten, wollte ich dieses Event nun nicht versäumen. Bei dieser Gelegenheit, konnte ich schließlich die Langbahnmodifikationen am neuen LC4 Kart testen. |
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Wegen der großen Entfernung - es waren 8 Stunden Fahrt - reiste ich schon am Freitag an. Manfred, Robert und Oliver waren bereits da und weisten mich auf meinen Standplatz den sie für mich reserviert hatten ein. Nachdem wir uns begrüßt hatten, gidng's daran, das Kart auszuladen und alles so aufzubauen, dass man es hier 2 Tage lang gut aushalten kann. Später kamen noch "die Wolfsburger" Peter, Detlef und Jörg sowie Ohren Tommi. Mit vereinten Kräften wurde das 3x6m Zelt aufgebaut. |
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Das Fahrerlager für diese Veranstaltung wurde entlang einer Rollbahn auf dem Flugplatzgelände aufgeschlagen. Insgesamt waren sehr viele Teilnehmer zu dieser Veranstaltung ebenfalls bereits am Freitag angereist. Bei unserem Weg zur Rennleitung konnten wir bereits viele der Fahrzeuge ansehen. Die Masse der Teilnehmer hatten Motorräder, viele hatten jedoch auch historische Formelwagen dabei, so wurde der weite Weg zu Anmeldung nicht langweilig. Der Abend verging dann sehr schnell bei gegrilltem und netter Unterhaltung. |
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Die Nacht war recht kalt. Manche behaupteten es wären -4 ° Grad Celsius gewesen, sicher waren es jedoch weniger als +4 ° Grad denn die hatte es, als ich am frühen Vormittag nach dem ersten Kaffee am auf das Außenthermometer am Auto sah. Das Wochenende war für uns Kartbauer ein reines Männerwochenende und so sah dann auch unser Frühstück aus. Ein Becher Kaffee im stehen - oder arbeiten am Kart. Der Übergang vom Aufstehen zum Fahrevent war so recht fließend. |
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Doch laut Fahrplan waren wir erst am späten Vormittag dran und so entschloss ich mich dann zu einer Tour mit dem Fotoapparat durch das Fahrerlager. Besonders interessierten mich die historischen Rennwagen. Als jemand, der Motorräder schlachtet um daraus ein Kart zu bauen habe ich ja nicht viel für Motorräder übrig - abgesehen von der Motoren- und Antriebstechnik. Außerdem sieht man solche Fahrzeuge ja viel seltener und noch viel weniger buchstäblich in greifbarer Nähe. |
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Dazu kommt noch, dass die Moppeds alle viel zu laut sind. Man könnte meinen, es würde fehlende Motorleistung durch Lautstärke ersetzt. Viele verschiedene Epochen von Formelfahrzeugen waren auf dem Platz vertreten und sie waren allesamt in optisch sehr gutem Zustand. Ich hatte große Lust, damit einmal eine Probefahrt zu machen. |
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Oliver hatte dieses Mal sein "Minimalkart" dabei und hatte auch vor, es zu fahren. Mit einem recht schwachem MZ Motor ausgestattet, war die Strecke - eine 900m lange Gerade mit einer Schikane und einer Haarnadelkurve am Ende - sicherlich zu schnell für das Kart, aber das wichtigste war ja, dass dieses Kart das nun auch wegen dem hohen Eigenbauanteil eine mehrjährige Bauzeit hatte, nun endlich mal auf die Straße kommt. |
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Oliver hat den Motor von einer 6 Volt Anlage komplett auf eine 12 V Anlage umgerüstet. Der Motor wurde nachträglich mit einem Anlasser ausgestattet und weil der Anlasser bei der hohen Kompression des Motors nicht sauber durch dreht, wurde auch noch ein Dekompressionsventil in den Zylinderkopf eingebaut. Schließlich hat Oliver auch noch selbst eine Transistorzündanlage entworfen und gebaut, mit der dieses Kart nun unterwegs ist. All diese Komponenten werden hier in Rothenburg nun ihre Bewährungsprobe antreten. |
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Auch für mein LC4 Kart müssen sich einige Komponenten zum ersten Mal beweisen. Der Kamerahalter ist zusätzlich verstrebt um die Vibrationen zu vermindern. Bei der letzten Erprobung in Schaafheim ist ein Kameramodul durch Vibrationen zerstört worden. Ziel ist es hier, dass das Kameramodul mindestens überlebt, im Idealfall sogar gute Bilder aufnimmt. Der Ölkühlerhalter ist ebenfalls noch nie gefahren worden, nachdem er als Antwort auf den abvibrierten Halter in Schaafheim konstruiert wurde. |
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Und schließlich ist der komplette Hinterachsaufbau neu. Die Langbahnübersetzung trägt ein 17 Zähne Kettenrad auf der Hinterachse, das mit Paßfeder und Nut - also wie herkömmliche Karttechnik - die Kraft auf die Achse überträgt. Damit die hohen Kräfte bei der Kurzbahnübersetzung die Achse nicht abreißen, findet diese Achse mit der Paßfedernut nur für die Langbahnübersetzung Anwendung. Zur Fixierung der Achse gegen seitliches Verrutschen sind Klemmringe auf die Achse gespannt. Die herkömmlichen Madenschrauben der Achslager sind nicht montiert. Die Übersetzung ist bewusst sehr lang gewählt. Mit 17/17 Zähnen ist bei der Maximaldrehzahl des Motors von 8500 U/min theoretisch eine Geschwindigkeit von 212 km/h erreichbar. Zur Dokumentation der tatsächlich erreichten Geschwindigkeit ist das GPS Gerät - ein Garmin GeKo 201 - montiert. Schließlich soll auch noch ein Helmfunkgerät im Betrieb getestet werden. Lidl hatte die neulich im Angebot und sowohl Manfred als auch ich haben uns mit so einem Gerät ausgestattet. Also auch eine ganze Menge neuer Komponenten die sich hier auf der Langstrecke beweisen müssen. |
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Da wir uns die Strecke mit anderen - total unterschiedlichen - Fahrzeugen teilen die nicht zusammen passen, ist der Fahrbetrieb in Klassen organisiert und so hat es auch viel Zeit für andere Aufgaben. Manfred hat sich eine Denksportaufgabe mitgebracht, an der er hier gerade arbeitet ;-) Er hat die Trijekt Motorsteuerung erworben, mit der ich damals das Safetykart auf Ansaugrohreinspritzung ausrüsten wollte und möchte damit sein EVO4 Kart damit ausrüsten. Die notwendigen Komponenten sind bereits außerhalb des Karts getestet und defekte Teile repariert worden. |
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Nachdem die Komponenten in das Kart eingebaut wurden, fehlt nun "nur noch" die richtige Konfiguration aller Einzelteile und der Motor sollte laufen. Diese Aufgabe beschäftigte nicht nur Manfred. Eigentlich jeder von uns sah sich die Sache einmal an und am Sonntag schließlich hatte sich Manfred aus unseren manchmal auch scherzhaften Bemerkungen und anhand von detaillierten Messungen und dem ausgiebigem Studium der neuesten Trijekt Dokumentation der Lösung sogar so weit genähert, dass der Motor ansprang und einigermaßen lief. Ich bin gespannt wie's an diesem Projekt weiter geht. |
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Schließlich sind wir Karts an der Reihe. Jeder macht sich fertig und fährt zur Absperrung der eigentlichen "Rennstrecke" vor. Robert hier mit Mad Max. Robert hat in der Vergangenheit sein Kart wesentlich überarbeitet. Die wichtigsten Änderungen sind die neue Verkleidung, von der sehr viel selbst gebaut ist, ein durchgehender Unterboden mit integriertem Heckdiffusor, der nicht zu übersehende Heckspoiler, aber auch andere wesentliche funktionale Bestandteile die man nicht ohne weiteres sofort sieht, wie z.B. ein kleinerer und leichterer Kühler und vieles mehr. |
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Das R1 Turbokart von Ohren Tommi. Das Kart steht in ähnlicher Konfiguration wie letztes Jahr in Niesky am Start. Der Motor springt sofort an und schnurrt wie ein Kätzchen. Akustisch ein herausragender Kontrast zu den meisten anderen Teilnehmern am gesamten Wochenende. Mit der Leistung, die er sich hinter den Sitz montiert hat, sicherlich der potenziell schnellste auf dem Gelände. |
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Peter hat nach seinem Crash am letzten SBT 2008 nun auch ein neues Kart am Start. Er fährt wieder einen Zweitakter, ein 250ccm KTM Vollcrossmotor. Der Rahmen und das Unterteil des Frontschilds ist stilvoll in KTM-orange lackiert, der Rest in schwarz. |
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Detlev hat wie bereits letztes Jahr auch einen 500ccm Zweitakter Eintopf montiert. Der Motor hat eine Wahnsinn's Kompression und ist sehr schwer an zu bekommen. Anschieben ist die einzige Möglichkeit und alleine hat man als "Schieber" keine Chance, das geht nur zu zweit. Wenn der Motor anspringt, muss man aufpassen, dass man nicht auf die Nase fällt - wie bei Paul früher als der noch aktiv war. Auf der Strecke ein sehr schnelles Kart mit guter Beschleunigung aus den Kurven heraus. |
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Jörg startet mit seinem schon langjährig bewährtem Kart. Optisch ansprechend und von den Motorleistungen her sehr konkurrenzfähiges Kart. Sehr leicht und auf Kartbahnen immer für eine gute Platzierung gut. |
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Hier nun ich im LC4 Kart. 2003 er KTM 640 LC4 Motor mit 54 PS. In dieser Konfiguratiuon immer noch 390 Nm an der Hinterachse, im ersten Gang also immer noch vooorsichtig Gas geben. Detlev hat das Kart mal kurz im Fahrerlager probegefahren um die Rekluse Kupplung zu testen und hat gemeint: "Die Beschleunigung ist ja wahnsinnig." |
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Und Oliver im Minimalkart. Sein Ziel: mit minimalen finanziellen Mitteln ein Kart auf die Räder zu stellen, das zuverlässig fährt. Das Kart ist aufgrund der vielen selbst gebauten Komponenten ein Technologie- oder Versuchsträger. Oliver hat jedoch viel Zeit und viele Überlegungen in den Entwurf und die Konstruktion der Komponenten gesteckt so dass die Erwartung eines erfolgreichen ersten Test recht realitätsbezogen sind. |
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Auf der Strecke dann... Dass das Kart nun länger übersetzt
ist, merke ich kaum. Die Beschleunigung ist immer noch wirklich brachial.
Ein bisschen mehr noch und man müsste vor dem Beschleunigen einathmen
da einem beim Gas geben die Luft automatisch aus den Lungen gepresst wird
Die Strecke selbst ist recht einfach aufgebaut. Insgesamt 900 m Startbahn stehen zur Verfügung. Die Fahrtrichtungen sind durch große Strohballen voneinander getrennt. Damit man das Bremsen an den Wendepunkten nicht vergisst, steht etwas weiter vor den Haarnadelkurven immer eine Schikane, die aber umfahren werden kann. |
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Im Vergleich zu den anderen Karts sieht es so aus, dass es nun kaum jemanden gibt, der schneller ist. Der direkte Vergleich zeigt so einiges.... Aus der Kurve heraus geht das Kart schon sehr flott. Das Vierzylinder Kart der Nieskyer Kameraden bleibt immer hinten. Das Gerät ist allerdings ebenfalls nagelneu gebaut und ich weiß nicht, wie ernsthaft das Gaspedal hier durchgetreten wird.
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An Robert's Mad Max habe ich immer noch zu knabbern. Beim Herausbeschleunigen aus der Haarnadelkurve zieht er einfach und mühelos davon, man kann zusehen wie er kleiner wird. Es sind halt doch gut 40 PS mehr in Robert's Kart, das macht sich hier deutlich bemerkbar.
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Natürlich habe ich auch onboard Aufnahmen gemacht. Leider schaltet die Kamera bei zu starken Vibrationen immer von selbst ab und nicht wieder an. So ist die Videoausbeute von dem Wochenende sehr gering und das was aufgenommen wurde, stammt nur von den Fahrsequenzen, in denen ich den Motor sehr piano ran genommen habe. Doch man bekommt immer noch einen guten Eindruck von den Fahrleistungen, wenngleich real noch weit mehr geht, als man auf dem nebenstehenden Video sehen kann. |
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Ich weiß nicht, wie ernsthaft Robert seinen Mad Max an diesem Wochenende ran genommen hat. Es war jedoch sehr oft so, dass ich Robert im zweiten drittel der Geraden wieder eingeholt hatte. Im ersten drittel verlor ich jedenfalls immer das Beschleunigungsduell. Aber trotzdem machte das einen Heiden Spaß. Trotz der langen Übersetzung, hatte ich aus den Kurven heraus eine gute Beschleunigung. |
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Vergleiche zu weiteren Karts: Ohren Tommi's R1 Kart war unerreichbar.
Selbst ohne funktionierende Schaltung - ausschließlich im 4. Gang
(von 6) ging sein Kart ab einer bestimmten Drehzahl weg wie eine Rakete
und wollte gar nicht mehr aufhören. Detlev's 500ccm Zweitakter war ein
zäher Gegner. Von der Beschleunigung her gleich, die Endgeschwindigkeit
jedoch geringer. |
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Zur Haarnadelkurve direkt hinter ihm, konnte ich ihn erst in der zweiten Hälfte der Geraden überholen. Die gefahrene Höchstgeschwindigkeit mit dem LC4 Kart betrug 172 km/h. Das ist deutlich unter der Möglichkeit der gefahrenen Übersetzung. Eine Übersetzung auf 190 km/h wäre wohl die richtige Wahl gewesen. Das muss noch für die nächste Langbahn geändert werden. Die 172 km/h - mit dem Hintern ca. 5 cm über dem Asphalt sahen gar nicht so spektakulär aus. Erst als ich die selbe Geschwindigkeit mal bewusst mit dem PKW auf der Autobahn fuhr wurde mir so richtig deutlich wie schnell das eigentlich ist. |
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Zwischen unseren Fahrzeiten gab's viel Freizeit. Viel Gelegenheit, noch einmal durch das Fahrerlager zu schlendern und die Fahrzeuge der anderen Teilnehmer aus der Nähe zu betrachten und abzulichten. Hier gab es sehr schöne Formelfahrzeuge zu sehen. Alle mit wohl relativ wenig Leistung an Bord, wenn man an heutige Serien PKW denkt. Aber so ein Serienauto schleppt auch einen Haufen unnötiges Gewicht mit sich rum. ABS, ESP, ASR, ATC (das erinnert mich immer an den Song MfG von den Fantastischen Vier), Fensterheber, Klimaanlage, Airbags, Scheibenwischer..... die Liste könnte sicher noch beinahe endlos fortgesetzt werden. |
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Aber die Zeit wurde auch genutzt um einige Reparaturen vor Ort durchzuführen. So ist im ersten Durchgang nach 10 Minuten Fahrdauer zum Beispiel einfach die Kette vom Kettenrad gesprungen. Klar, alles war nagelneu montiert und noch nicht aufeinander eingelaufen. Während der Fahr hatte sich dann alles gesetzt und die Kette war zu locker. Gleichzeitig hat sich die Achse trotz Klemmringen seitlich verschoben und dadurch lief die Kette vom Ritzel und vom Kettenrad. |
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Schaden ist hierbei keiner entstanden. Das passierte sogar so praktisch an der oberen Haarnadelkurve, dass ich noch mit dem Schwung in's Fahrerlager rollen konnte. Also im Fahrerlager einfach die Achse wieder mittig eingestellt, die Madenschrauben in den Lagerflanschen doch eingedreht - vorher hatte ich darauf verzichtet - und die Kette wieder aufgezogen und neu gespannt. Fertig. Ein anderer Fehler verfolgte mich durch alle Fahrten hindurch: Der Krümmer vom linken Auslass ist durch eine Klemmung im Sammler befestigt. Der vibrierte regelmäßig nach etwa 5 bis 10 Minuten Fahrzeit aus der Klemmung heraus. |
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Das Motorengeräusch war dann halt plötzlich "etwas" lauter. Das hat aber niemanden gestört. Die Mopeds waren durchaus - trotz Auspuffanlage - genau so laut.... wie machen die das ? Im Fahrerlager wieder angekommen kümmerte ich mich trotzdem jedes mal darum. Auf einer Kartbahn darf so etwas schließlich nicht passieren. Doch was ich auch machte, nichts hinderte den Krümmer daran, während der Fahrt aus dem Sammler zu hüpfen. |
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Ich mache hierfür auch mal die Vibrationen verantwortlich. Wenn beim Kette spannen ein wenig Zug auf der Auspuffanlage ist, zieht sich der Sammler aus der Klemmung von den Vibrationen unterstützt heraus, hüpft aber bei der nächsten Vibrationsbewegung nicht mehr in seine Ausgangslage zurück. Das kann er nur, wenn er locker im Sammler steckt und mit Federkraft dort gehalten wird. Das ist meine nächste Verbesserung sobald das Event vorüber ist. |
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Irgendwann ist das Kart auch mal ganz einfach aus gegangen. HOPPLA ! Ein kurzer Blick hat genügt und die Fehlerquelle war identifiziert. Das Massekabel für die CDI war etwas zu kurz. Es stand immer unter leichter Spannung und hatte sich dann aus seinem Flachstecker herausvibriert. Und ohne Masse an der CDI gibt's auch keinen Zündfunken. Mit Manfred's Lötkolben war die Sache schnell behoben. Das Kabel wurde verlängert, am Ende abisoliert, zu einem Ring geformt und dieser Ring dann verlötet und wieder an Masse gelegt. |
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Im Laufe des Wochenendes gingen dann auch nacheinander meine LED's für die Leerlauf- und Ganganzeige nicht mehr. Sehr seltsam, jedoch unwichtig. Mit der Rekluse Kupplung steht das Kart sowieso wenn der Motor im Leerlauf dreht, egal welcher Gang eingelegt ist. Genau so lässt sich das Kart auch dann bei stehendem Motor trotz eingelegtem Gang schieben. Nur beim Anlassen muss man darauf achten dass der Leerlauf eingelegt ist, sonst macht das Kart beim Gasstoß beim Anlassen einen Satz nach vorn. Zu Hause stellt sich dann heraus, dass die Anschlussdrähte der LED's abvibriert sind. |
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Abgesehen von diesem kleinen - für diese Location unbedeutenden - Fehler lief das Kart wie ein Uhrwerk. Die Kupplung arbeitet einwandfrei, der Motor läuft zuverlässig, es zeigen sich keine weiteren konstruktionsbedingten Schwachpunkte am Kart. Das einzige was in absehbarer Zukunft an einem Fahrtag noch zu schrauben sein wird, ist dann wohl der Tankdeckel. Während dieser Testfahrten hat sich herausgestellt, dass eigentlich der einzige Schwachpunkt des Karts die starken Vibrationen des mit 620ccm sehr großvolumigen Einzylindermotors ist. Vielleicht wird nächsten Winter die Motoraufhängung entsprechend geändert. |
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Das Motto dieser Veranstaltung zog sich durch die gesamte gesamten zwei Tage hindurch - von früh bis spät. Alles drehte sich um Motorsport und so waren allerlei lustige Gefährte vor Ort. Die Clasic Kart Fahrer aus Niesky hatte ein selbst gebaute "Trike" mitgebracht. Auf diesem Gefährt durfte Max - Olli's Sohn - seine ersten eigenen Erfahrungen mit motorisierten Fahrzeugen machen. Trotzdem, dass man ihm die ersten paar Fahrten noch nicht verriet wie man die Gänge wechselt, hatte er sichtlich einen Mord's Spaß an diesem Fahrzeug. |
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Aber damit war er nicht allein wie man sieht. |
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Im letzten Durchgang
der überhaupt möglich gewesen war (die Zeit echt gut ausgenutzt
hihi), hatte ich dann einen Crash. Ich kam zu schnell in die Schikane
vor der Haarnadelkurve und konnte dem letzten Strohballen nicht mehr ausweichen. Trotz dieses Crash's waren diese Testfahrten und das Treffen mit den anderen Kartbauern wieder ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte. |
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