Ausblick

Nach den ersten Testfahrten wurde mir klar, dass der Motor dann wohl doch zu viel Leistung hatte - oder mein Chassis den Anforderungen nicht genügte. Dies merkte ich vor allem an der zu hohen Elastizität des Rahmens: Er ließ sich, wenn man sich in den Sitz stellte und hoch- und runter wippte, fast bis zum Boden durchbiegen. Dies war auch der Grund für die vielen Aufsetzer bei hohen Geschwindigkeiten. Kam eine Bodenwelle, so bog sich der Rahmen durch die Masseträgheit und der Sitz setzte auf. Damit verbunden war auch kurzzeitige Manövrierunfähigkeit, denn bei jedem Aufsetzer verlor meistens auch ein Radpaar für Sekundenbruchteile den Kontakt zum Boden und das Kart wurde aus der Spur "geworfen".
Auch das Bremssystem war für diese Bedingungen nicht mehr geeignet. Um etwa 180 Kg von über 100 Km/h auf null abzubremsen bedarf es einer guten Bremsleistung. Meine Scheibenbremse an der Hinterachse war zwar gut, aber nicht mehr gut genug für diese Bedingungen. Durch das hohe Gewicht musste am Limit gebremst werden, um einen akzeptablen Bremsweg zu erreichen. Schnell kam es so dazu, dass die Hinterachse blockierte. Bei Tempo 100 hätte das in den meisten Fällen verheerende Folgen gehabt.

Also entschloss ich mich zum Kauf eines "richtigen" Schalterchassis. Diese sind für Schalt-kartmotoren ausgelegt, deren Leistung teilweise bis 45 PS erreicht. Aus diesem Grund ist dieses Chassis zusätzlich mit einer hydraulischen Vorderradbremse ausgestattet und hat einen sehr belastbaren Rahmen.

In der nächsten Zeit wird der Umbau erfolgen, eventuell müssen die Vorhandenen Teile, wie z.B. Motorhalter oder Schaltung, angepasst werden.
Wenn das Kart fertig gestellt ist, habe ich vor auf richtigen Kartbahnen zu fahren.

Das "alte" Chassis bekommt mein Bruder, dort wird nun ein 80ccm Motor aus einer Motorhacke eingebaut.

 

Letzte Änderung: 03.04.2004